Polen ist ein großes Land in Mitteleuropa mit 38 Millionen Einwohnern. Polens Hauptstadt ist Warschau, das zentral in der Mitte des Landes liegt und zugleich die größte Stadt ist.
Hier haben Regierung und Verwaltung ihren Sitz, gleichzeitig ist Warschau kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Polens.
Polen ist ein relativ flaches Land, im Süden sorgen die Karpaten jedoch für mehr Profil in der Landschaft. Im Norden bildet die Ostsee die natürliche Grenze. Der Küstenstreifen sowie der Süden Polens mit den Karpaten und rund um Krakau sind die wichtigsten Regionen für einen Polen Urlaub.
Die polnische Küste beginnt im Westen an der deutschen Grenze und erstreckt sich anschließend über mehr als 500 Kilometer Länge bis zur Frischen Nehrung. Ab dort ist die Küste Teil der russischen Exklave Kaliningrad, Teil des früheren Ostpreußens.
Ein Ostseeurlaub in Polen ist in jedem Fall ein reizvolles Erlebnis. Alte Städte mit deutscher Vergangenheit wechseln sich ab mit viel Landschaft, weiten Feldern, viel Grün und Natur. Zwischen Stettin und Danzig ist sowohl ein schöner Strandurlaub in Polen möglich als auch eine Städtereise durch Orte, die in früheren Zeiten wichtige Hansestädte waren.
Warschau hat zwar keine Vergangenheit als Hansestadt, abseits der Ostseehäfen hatte es jedoch an der Weichsel gelegen seit jeher für Polen eine große Bedeutung. Auch Warschau eignet sich daher für eine Städtereise Polen. Die Millionenstadt hat sich den letzten Jahren stark gewandelt. Bis zur Wende hatte Warschau das Image einer Stadt voller kommunistischer Blockbauten, doch seitdem hat ein regelrechter Bauboom eingesetzt. Neue Hochhäuser, Einkaufspassagen und Bürogebäude sind zahlreich entstanden, so dass die Warschauer Skyline schon große Ähnlichkeit mit der z.B. von Frankfurt am Main aufweist. Sehr sehenswert sind allerdings auch die „alten“ Bereiche Warschaus, die Altstadt, die Neustadt und die Krakauer Vorstadt. Sie wurden im Zweiten Weltkrieg nahezu komplett zerstört, aber bereits ab 1946 vorbildlich wieder aufgebaut. Die UNESCO prämierte diese Aufbauleistung sogleich mit dem Weltkulturerbe. Bei einer Reise nach Warschau sollte ein Besuch in diesen Stadtvierteln daher auf keinen Fall fehlen. Mit zwei sei sehr repräsentativen Plätzen, dem Marktplatz und dem Schlossplatz, verfügt die Warschauer Altstadt für echte Highlights. Auf dem Marktplatz lässt sich wunderbar auf einem sonnigen Plätzen ein Kaffee schlürfen oder ein Bier genießen.
Das Warschauer Königsschloss wurde übrigens erst in den 1980er Jahren wieder aufgebaut, nachdem dort Jahrzehnte lang nur eine Ruine zu besichtigen war.
Eine nicht minder schöne Stadt, wenngleich deutlich kleiner, ist Krakau, das im Süden Polens ebenfalls an der Weichsel liegt. Krakau war bis 1596 polnische Hauptstadt und wird oft heute noch aufgrund ihrer Geschichte und Schönheit als heimliche Hauptstadt bezeichnet.
Das Bild der Stadt ist dann auch geprägt von vielen historischen Gebäuden aus verschiedenen Epochen. Im Gegensatz zu Warschau blieb Krakau im Krieg unzerstört, die erhaltenen Gebäude aus Gotik, Renaissance und Barock sind daher Originale. Wer seinen Polen Urlaub hier verbringt, wird schnell europäische Geschichte spüren. Hoch über der Stadt liegt der Wawel, das alte königsschloss. Mit der Kathedrale findet der Krakau-Tourist hier ein beeindruckendes Renaissance-Ensemble vor.
In der Altstadt selbst sorgen vor allen die zahlreichen alten Bürgerhäuser und die über 100 Kirchen und Kapellen für einen schönen Anblick.
Von Krakaus aus ist es nicht weit in die Karpaten, dem Hochgebirge im Süden des Landes. So kann Krakau auch während eines Urlaub in den Karpaten besucht werden, oder umgekehrt eignen sich die nahen Bergen ideal für einen Tagesausflug zum Wander oder einfach Ausspannen.
Viele Polen Urlauber besuchen von Krakaus aus auch das nahe ehemalige KZ Ausschwitz.
